Buchvorstellung: AQUILA von Ursula Poznanski

Deine Freundin ist verschwunden. Du willst sie bei der italienischen Polizei als vermisst melden. Wie schaffst du das trotz Sprachbarriere?

Mir waren die Hände oder besser gesagt, mir war der Mund gebunden. Ich konnte mich nicht äußern oder gar verständigen – irrte umher durch die Straßen Sienas und traf niemanden, der meiner Sprache mächtig war. Mit Englisch schien ich auch nicht weiter zu kommen.
Vergeblich versuchte ich mich durch Handzeichen verständlich zu machen, doch außer verwirrte Blicke, mit stirnrunzelnder Musterung, passiert nichts. Niemand sagte ein Wort, niemand bot mir seine Hand an, zeigte mir, an wen ich mich wenden konnte. Ich stand am Tresen der Polizeidirektion in Siena und ließ mir auf Italienisch etwas erzählen, mein fragender Blick hielt den Wachmann dennoch nicht davon ab, seine Rede fortzusetzen.

Als ich mein Handy zücken wollte, um dort nach einer Übersetzung für Aquila_Wettbewerb_Teasermein Anliegen zu suchen, fuchtelte der Beamte wild mit seinen Armen und Händen vor meiner Nase herum, so, als könne er nicht verstehen, dass ich ihm nicht mehr meine ungeteilte Aufmerksamkeit zollen würde – ich weiß es nicht. Ich verstehe ihn nicht.
Stattdessen suchte ich nach einem Foto von meiner Freundin im Rucksack. Ein zerknittertes, vergilbtes und am Rand zerrissenes Exemplar holte ich hervor. Sie konnte man relativ gut erkennen, wirkte auf dem Foto um einiges jünger und man sah ihr an, dass es ihr zu diesem Zeitpunkt noch gut ging –  wer weiß, was alles noch passierte, wenn ich sie nicht rechtzeitig fand? Eine große obere Ecke fehlte auf dem Bild noch.
Ich hielt es dem Beamten hoch. Seine Kollegen verstummten und kamen näher, interessiert starrten sie auf das Foto. Einer von ihnen legte seine Finger um sein Kinn, als würde er fieberhaft über etwas nachdenken. Mal sehen, vielleicht hatte ich Erfolg. Andernfalls konnte nur noch meine Nonnita in Frage, bei der ich derzeit untergebracht bin, die ich aber nicht noch mehr einspannen wollte. Gerade sie brauchte im Moment etwas Ruhe und Entspannung und nicht noch mehr Aufregung. Sie hatte ein unbremsbares Temperament für Situationen, in denen sie sich ungerecht behandelt fühlte – was mich betraf, so würde sie nicht zögern, sich für mich einzusetzen. Das wäre noch mein Ass im Ärmel … Das Risiko, es zu zücken, wollte ich nur noch nicht eingehen …

Die Polizei telefonierte nun. Ich wartete ab …

Titel: AQUILA
Verlag: Loewe Verlag
Autorin: Ursula Poznanski
Das verspricht der Klappentext: aquila
Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen.

Das Blut ist nicht deines.
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist.
Halte dich fern von Adler und Einhorn …

Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen?

Bestseller-Autorin Ursula Poznanski schickt ihre Heldin durch die engen Gassen und die unterirdischen Labyrinthe Sienas, die ebenso im Dunkel liegen wie Nikas Erinnerungen an die letzten zwei Tage. Ein unlösbar scheinendes Rätsel, ein monströser Verrat und die geheimnisvollen Symbole des mittelalterlichen Siena bilden das Gerüst dieses exzellenten Psychothrillers.

Erhältlich bei Amazon & Thalia
Die Leseprobe erhältst du hier.

~ Ich freue mich schon sehr auf das Buch! ~

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