Kevin J. Anderson – Resurrection Inc.

Autor: Kevin J. Anderson
Titel: Resurrection Inc.
Seitenanzahl: 400
Erhältlich bei: Amazon & Thalia & der Verlagsseite

Klappentext:
Die Firma Resurrection Inc. lässt die Toten wiederauferstehen. Ausgestattet mit einem Mikroprozessor im Gehirn, einem synthetischen Herzen und künstlichem Blut, wird aus einer frischen Leiche ein Hausdiener für jedermann. Für den entrichteten Kaufpreis erhält man einen vorprogrammierten Diener, dessen Erinnerungen an sein letztes Dasein völlig erloschen sind.ResurrectionInc_Cover_web
Vermutlich.
Doch dann war da noch Danal. Er war das Opfer einer fortwährend wachsenden Organisation geworden, die sich Neosatanisten nennen. Dieser Kult strebt nach einem eigenen Himmel, den er in den Tiefen der Hölle sucht. Danal wird von ihnen ermordet und von der Firma Resurrection Inc. zurückgebracht. Doch er fängt an, sich an sein letztes Leben zu erinnern. Bald weiß er wieder, wer ihn ermordet hat, wer er gewesen ist und welche Pläne Resurrection Inc. noch verfolgt.

Rezension:
Resurrection Inc. Ist der Debütroman von Kevin J. Anderson, New York Times Bestseller Autor, bekannt wie ein bunter Hund unter den deutschen Phantasten oder Science Fiction Fans. Mit seinen zahlreichen Beiträgen bei Akte X oder einzelner Star Wars Episoden hat er sich einen Namen geschaffen und wird mit Jonathan Maberry zusammen in einem Atemzug genannt.
Ca. 1980 ist der Roman erschienen. Wenn man davon ausgeht, dass Anderson bereits Jahre vorher daran gearbeitet hat, wird man fast blass bei all diesem Wissen und gegenwärtigen Gedanken, die schon damals auf Papier festgehalten worden ist. Ein mulmiges Gefühl mischt sich unter die Spannung beim Lesen seines Einzelbandes. Die Thematik des Internets, der Strom, dem man sich unterordnen und anpassen muss, die Gefahren dabei, in einer eigenschlossenen Welt zu verharren, sich von der Außenwelt dadurch abzutrennen und zu einem willentlichen Opfer des Netzes zu werden – exsitiert heute noch. Kinder, Kleine wie Große, Jugendliche verfallen ihr: Der Sucht nach Informationen, nach Medien, dem Gefühl der Kontrolle, über alles Bescheid wissen zu wollen. Dass diese Kontrolle außer Acht gelassen werden kann, dass sie zur Gefahr wird – davor warnen auch hierzulande seit Jahren Wissenschaftler, Profisportler und Politiker. Dass Kevin J. Anderson dieses Thematik aufgreift, bereits damals, und genau das Potential darstellt, wo es – Scifi-like – enden kann: Bei der Auferstehung der Toten und Kontrolle des Staates – zeigt sein Debut.
Fantastische Elemente, wie Charaktere fügen sich in eine ganz eigene Welt hinein. Shakespeare oder Edgar Allan Poe Zitate vermischen sich in seine Geschichte und kleben wie Honig an den Seiten – viele Einflüsse namenhafter Autoren haben ihn dazu animiert und offenbar auch inspiriert.
Danal als kleiner Antiheld spielt die Hauptrolle, nur, dass er kein gewöhnlicher Aufersteher ist. Er entwickelt ein Eigenleben, kann selbstständig denken, sich auch wieder zurückerinnern an sein altes Leben. Nur stellt er dabei nicht nur eine Gefahr für sich selber dar, sondern auch für das Experiment des Staates an sich. Gefangen im Körper eines Toten, der auf diverse Befehle reagiert, muss er sich durchsetzen lernen. Dabei trifft er selbstverständlich auch auf Gegner des Staates und damit des Projektes.
Das Buch thematisiert außerdem die Frage: Was ist der Mensch, was für eine Identität hat er bei seiner Widersauferstehung, vor und nach seinem Tod? Was ist er wert? Und kaum hat man diesen Roman unweigerlich zu Ende gelesen, steht eine weitere Frage im Raum: Was ist der Mensch heutezutage wert?
So viele gegenwärtige Parallelen, die sich in unserer heutigen Welt, im Jahr 2016 widerspielgen im Zusammenhang mit den oberen genannten Themen spielen eine große Rolle. Es ist sehr faszinierend zu lesen, dass diese Erkenntnisse bereits vor mehr als 30 Jahren vorher eine Rolle bereits in den Köpfen von Anderson (oder möglicherweise auch anderen) spielte.
Fazit?
Ein spannendes Buch, leider gerät man zu Beginn in einen Strudel an Informationen, der den Lesegenuss etwas hemmt, trotzdem: Es lohnt sich, da hilft wirklich nur: Dran bleiben, denn diese Geschichte ist wirklich einmalig und vor allem: Sie ist als bester deutscher Roman sogar noch nominiert für den deutschen Phantastik Preis in der Kategorie: Internationaler Roman, abgestimmt werden, kann hier.

Aber seid mal ehrlich: Was denkt ihr darüber?

Liebe Grüße,

Eure Periwinkl, die mit ihrem ersten Beitrag alle Leser herzlich grüßt!

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