Maja Loewe – Die Augen des Iriden #1

#Titel: Die Augen des Iriden
#Bestellbar unter: http://www.amazon.de/Die-Augen-Iriden-Maja-Loewe/dp/394454496X/
#Autor: Maja Loewe
#Seiten: 400
#ISBN: 9783944544960Maja_Loewe_Die_Augen_des_Iriden_digital

Klappentext: Tief unten in den Kellern des Otto-Suhr-Instituts der Freien Universität Berlin werden bei einem Experiment alle ethischen Grenzen gesprengt. Ein Psychologe, ein Neurowissenschaftler und ein Historiker nutzen das Wissen einer geheimen Bruderschaft, um Bilder in manipulative Waffen zu verwandeln.
Der sechzehnjährige Henry wird in eine hochexplosive Geschichte verwickelt, die eng mit dem Geheimbund der Iriden aus der Zeit der Französischen Revolution verknüpft zu sein scheint, mit dem sein Vater sich wissenschaftlich beschäftigt hat. Und auch, dass Henry ein blaues und ein braunes Auge hat, scheint eine tiefere Bedeutung zu besitzen. In plötzlichen Tagträumen beginnt er in Bilder einzutauchen und ihre innersten Mechanismen zu erkennen. Gemeinsam mit seiner Chat-Freundin Valeska macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit und kommt einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur, dass die Menschheit für immer verändern könnte.
Ein tiefsinniger Jugendroman in einer Action-geladenen Kulisse von Geheimbund und Verschwörungstheorien, dessen Abenteuer an mehr Orte führen, als diese Welt zu bieten hat.
„Richte deinen Verwandten aus, dass wir … über sie kommen werden wie eine biblische Plage. Überall wo Bilder entstehen, werden wir unsere Hände im Spiel haben. Die Macht über die Bilder bedeutet die Macht über die Welt.“

Rezension:
Eine Familiengeschichte, etwas Historie, Spannung – alles sucht ihresgleichen und findet es sicherlich in jedem Leser ein bisschen mehr. Jeder von uns trägt etwas in sich, das in diesem Buch angesprochen wird. Jeder. Wer nicht überzeugt wurde, kann mir gern einen Kommentar hinterlassen und begründen, warum dieses Buch ihn nicht gepackt hat.
Was anfänglich als typischer Jugendroman beginnt mit Valeska Winterberg, einer alleingelassenen Tochter, die Mutter verstorben, der Vater am anderen Ende der Welt – sie dagegen allein im Internat, zeichnet sich immer mehr als sich selbst steigernden Spannungsroman erster Klasse ab. Valeska ist nicht gerade die Streberin in ihrer Schule, ist gern Auslöser eines Tumults, um dem langweiligen Schulleben wenigstens ein paar Akzente zu setzen. Ihr Chat-Internet-Freund Henry von Irides dagegen ist ganz anders, hat nur das Internet als Zugangsmöglichkeit der Außenwelt, bekommt Hausunterricht und hilft seiner depressiven Mutter, wo er nur kann. Alles mit dem Ziel, dem Jugendamt und anderen Behörden ihren geistigen Zustand nicht erklären zu müssen und zu Hause bleiben zu dürfen. Leider funktioniert der Plan selbstverständlich nur bis zu einer gewissen Grenze. Diese wird natürlich im Buch relativ zu Beginn auch erreicht. Die Ereignisse überschlagen sich ab da. Valeskas ehemalige Romanze wird tot aufgefunden, die Rede ist von Selbstmord, plötzlich findet sie selbst in ihrem Schrank merkwürdige Gegenstände, die – wenn die Polizei eben diese in die Finger bekommen würde – sie nicht gerade ent-, sondern eher belasten. Um aufzuklären, wer dahinter steckt, und um Schutz zu suchen, fällt Valeska nur einer ein, der ihr helfen würde. Henry. Dass der allerdings an seinem Geburtstag andere Pläne hat, von einer Überraschung jedoch tief noch getroffen wurde vorher: er soll an jenem Tag sogar noch einen Test mit einer ihm unbekannten Lehrerin schreiben, weil sein eigentlicher Hauslehrer unpässlich sei, einen Unfall womöglich hatte.
Es kommt also, wie es kommen musste – ein Ereignis jagt das nächste. Als beide Teenager allerdings zusammensitzen, haben sie nur eine ruhige Minute bis kurz darauf ein merkwürdiger Anrufer sie warnt, beide flüchten und treffen sich mit Henrys Schwester im Blauen Haus. Da führen alle Fäden letzten Endes hin und zusammen. Und wieder neigt sich die Spannung etwas tiefer, die Emotionen spielen in diesen „Ruhephasen“ dann eine entscheidende Rolle und bewirken beim Leser nur eines: völliges Erstaunen gepaart mit blanker Neugierde, wie es weitergeht. Szene um Szene ist schnell gelesen, Loewes Stil ist wirklich sehr flüssig und eine besondere Faszination hat jede Szene im Buch: Es geht um die Bilder. Sie sind der Schlüssel zu all den Ereignissen, die bis in die Nazi-Zeit hineinreichen.
Gekonnt werden bei Loewes Debutroman „Die Augen des Iriden“ Historie mit der Gegenwart miteinander verknüpft, selten kann man unterscheiden, was wirklich der Realität damals aus der Geschichte entsprach, was sie hinzugedichtet hat und meist glaubt man von den hinzugedichteten Sachen wohl kaum, dass sie erfunden sind.
Auch die vielen Handlungsorte wirken nicht fehl oder sind zu viele, sie sind gerade notwendig, um alles miteinander zu verbinden und das Ausmaß umso begreiflicher zu machen.
Gerade das Ende trägt so viele überraschende Facetten in sich, dass man einfach nur gespannt sein kann und hoffen darf, dass es eine Fortsetzung gibt und, dass sie bald kommt.

Fazit? Ein super, spannendes Jugendbuch! Weiter so, Frau Loewe.

 

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3 Gedanken zu “Maja Loewe – Die Augen des Iriden #1

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