Ann-Kathrin Karschnick – Phönix – Tochter der Asche #1

#Titel: Phönix – Tochter der Asche
#Verlagswebsite: http://www.papierverzierer.de/phoenix—tochter-der-asche.html #Autor: Ann-Kathrin Karschnick
#Seiten: 400
#ISBN: 9783944544069phönixtochterderasche

Klappentext: Europa liegt nach einem fehlgeschlagenen Experiment im Jahr 1913 und diversen Kriegen mit Amerika in Trümmern. Mithilfe des damals führenden Wissenschaftlers Nicola Tesla bauten die Saiwalo, eine überirdische Macht, Europa langsam wieder auf. 120 Jahre später erschüttert eine Mordserie Hamburg, die sich niemand erklären kann. Leon, ein Anhänger der Saiwalo und Mitglied der Kontinentalarmee, wird auf die Fälle angesetzt und trifft bei seinen Ermittlungen auf die rätselhafte Tavi. Wer ist sie und wieso ist sie so fest von der Schuld der Saiwalo an den Morden überzeugt?

Rezension:
Eine Mischung aus Dystopie, Steampunk, Sci-fi und etwas Romantik – wer kann da schon Nein sagen? Hamburg liegt nach einem fehlgeschlagenen Experiment halb brach, den Menschen ist eine Ausgangssperre zuteil geworden, sie werden überwacht und kontrolliert. Die Kontinentalarmee fungiert als rechtliches und überwachendes Instrument, in Zusammenarbeit mit den Saiwalo – Geisterwächtern.
Woher diese allerdings kommen, was genau schief gelaufen ist und warum gewisse Dinge eben so sind, wie sie in dieser Welt sind, bleibt noch offen und macht neugierig auf die Folgeteile. „Phönix – Tochter der Asche“ ist der Auftakt von Karschnicks Trilogie, die bereits in der zweiten Hälfte diesen Jahres (2015) nun vollständig zu erwerben ist beim Verlag.
Der Klappentext verrät bereits einiges. Es geht im ersten Teil um eine Mordserie, die allein schon einen gewissen Crime-Faktor in sich trägt und damit etwas Spannung erzeugen möchte. Die Charaktere tragen ihr Übriges dazu bei. Es ist ein buntes und reges Getümmel aus Saiwalo, der Hexe Katharina, Nathan und Tavi, der Phönix, die als Hauptprotagonistin durchgeht, Leon natürlich nicht zu vergessen. Er ist das Mitglied der Kontinentalarmee.
Nathan ist Tavis „Ziehsohn“ könnte man fast sagen, dabei hat Tavi keine Familie mehr, nicht mal einen Mann, was aber auch nicht verwunderlich ist bei einer 2000 Jahre alten Phönix, die als untastbar gilt – nur mit einem einzigen Gegenstand kann sie getötet werden. Was das genau für einer ist, verrate ich nicht, nur so viel: Der Mörder hat ihn. Was für Absichten dieser hegt und, warum Tavi damit in Verbindung gebracht wird, ist teilweise eine Überraschung, kleine Details, warum man es ausgerechnet auf Tavi abgesehen hat,andererseits nicht. Dass der Mörder dagegen gefasst wird, ist völlig klar.
Nicht immer sind die Handlungen von Tavi und Leon nachvollziehbar. Fast immer, wenn man davon ausgegangen ist, Tavi etwas näher kennengelernt zu haben, macht sie alles wieder wett durch einen fixen Gedankengang, irgendeine Idee, die sich am Ende als überflüssig oder unnötig entpuppt – schade. Leon dagegen ist nicht anders. Er ist sehr karriereorientiert und scheut sich, ausgerechnet mit Tavi, einer Phönix, etwas, dass er und die Saiwalo sogar jagen, zusammenzuarbeiten. Schon nach kurzer Zeit stellt er fest, dass er mehr in ihr sieht, Mitgefühl entwickelt und sich immer fragt, was das alles zu bedeuten hätte und erst auf den allerletzten Seiten gibt er sich einen Ruck und gesteht ihr die Liebe, als es schon fast zu spät ist. Ich gehe mal davon aus, dass Ziel sollte sein, diese innere Zerrissenheit, dieses Zerwürfnis in all den gegen ihn kämpfenden Gefühlen darzustellen, leider wirken daher nur manche Handlungen als zu sehr von der Autorin gewollt, was immer mehr zu Antipathie mit Leon führt. Auch schade.
Mitreißend und faszinierend dagegen ist Karschnicks erschaffene Welt, die sicher noch eine Menge Überraschungen für uns als Leser zu bieten hat. Gerade ihr klarer, nicht durch Ausschmückungen verzierter Schreibstil lässt die Seiten nur so dahinfliegen.
Fazit? Ein gutes Buch, nette Geschichte und interessante Nebencharaktere, die ihre Blässe sicherlich in den Folgebänden verlieren werden. Für Tavi und Leon bleibt zu hoffen, dass es ab sofort in ruhigeren Bahnen in den jeweiligen Gemütern verläuft, sicher gibt’s auch hier noch einige Abenteuer für die beiden, eine spannende Unterhaltung ist also garantiert. Die Mischung macht’s bekanntlich, so ist auch „Tochter der Asche“ durchwachsen, spannend, zum Augen-verdrehen und dann doch recht angenehm zum Lesen. Warten wir mal ab, wie’s weitergeht …

Über eure Meinung würde ich mich natürlich sehr freuen.
Euren Rezensionslink könnt ihr auch gern unter mein Posting setzen.

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