Tom Daut – Die Sinistra #1

Was als ungewöhnliches Projekt für Tom Daut begann, liegt nun in den Händen vom Papierverzierer Verlag.
„Die Kommandobrigade SINISTRA macht in den Straßenschluchten Trentagons gnadenlos Jagd auf die Kräfte des Okkulten.

Sinistra

Während sich der Dynast des Stadtstaats mit einem schrecklichen Krieg an der Nordgrenze konfrontiert sieht, wird seine Regentschaft durch unablässige Machtkämpfe in den eigenen Reihen bedroht. Caron Salvador, der junge Sohn des Dynasten, verpflichtet sich zum Dienst in der Sinistra, die loyal zu dem Herrscher steht. Doch ein Rivale seines Vaters will die Herrschaft über Trentagon an sich reißen. Ein Netz aus dunkler Magie und Intrigen soll den Dynasten und seine Sinistra zu Fall bringen. Alle Hoffnung ruht auf Caron Salvador und seinen Kameraden …“

Die Sinistra lebt von unzähligen Militärkommandos, einer Azubigruppe, die gegeneinander das Kämpfen und Vertrauen füreinander lernen in einer Zeit, in der ihre Umwelt zu wanken beginnt. Die Erkenntnis dafür kommt erst sehr viel später für jeden der Jungen- und noch Kampfunerfahrenen. Auch das ändert sich schnell für sie. Capitan Adamanto traut ihnen Einiges zu. Der Kampf gegen die Okkulten beginnt schon recht früh für Caron, Venlok, Jayd, Felis und die anderen. Ihre anfänglichen lachhaften Diskussionen verwandeln sich schnell ins Ernstere, die jugendliche Leichtsinnigkeit zu starrer Entschlossenheit, das Richtige zu tun.

Die Figurenentwicklung ist famous, überraschend. Ähnlich gefühlvoll wie sanfte Sonnenstrahlen, die auf der Haut eines jeden in der Sonne sitzenden Lesers, verwächst der Leser mit Dauts Figuren und deren Handlungen. Caron hat mehrere wichtige Hintergrundinfos mit sich herumzutragen und steht öfter vor wichtigen Entscheidungen, übernimmt gegen Ende – was neben zwei, drei anderen Fakten absehbar war, auch wenn er anfangs nicht die Figur dafür machte, das Kommando. Er als der Dynastensohn, dessen wahre Identität geheim bleiben muss, setzt großes Vertrauen in seine Kameraden, Capitan Adamanto. Klar ist, dass sein Vertrauen auch enttäuscht werden muss und wird. Nur von wem? Das ist das Entscheidende.
Aktive Beschreibungsmanöver von Daut lassen den Leser innehalten, Luft ziehen und das Buch kaum aus der Hand legen – eine dauerhafte Spannung wird durch immer wieder neue Manöver am Leben erhalten und genährt, ganz so wie es in der Sinistra der Brauch mit allen, jungen Neuankömmlingen ist. Viva Verdad, heißt es dort. Herz der Wahrheit.
Die Sinistra ist die Kampfeinheit, die den Dynasten und Trentagon beschützt. Stets nach der Wahrheit und seinem Herrscher ausgerichtet, dessen Worte stets dem Schutz seines Volkes gelten. Sie bildet das Herz der Wahrheit, der Treue.

Wut, Verrat, Loyalität, Kämpfe, Automatons, Okkulte und Hexerkenntnisse – wer an all dem Interesse hat, nebst einem Stil, der den Film in Sekunden im Kopf anwirft, für den ist die Sinistra etwas. Mit Befehlen, sehr militärbehafteten Dialogen sollte man beim Lesen umzugehen wissen. Dies kann lediglich als Hinweis verstanden werden.
Summa sumarum, eröffnet „Die Sinistra“ für mich ein noch spannenderes Feld der Unterhaltung. Dem Ende nach zu urteilen, kann ich nicht anders als gespannt sein, wie die weitere Geschichte ihren Lauf nimmt.

Hier geht’s zum Verlagslink: http://papierverzierer.de/die-sinistra.html

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