Gabriella Engelmann – Apfelblütenzauber

Inhalt:
Ein Meer von ropsa-weißen Blüten, malerische Fachwerkhäuser und romantische Flusslandschaften – nach sechs Jahren in Hamburg hat Leonie fast vergessen, wie schön das Alte Land ist. Da ihre Mitbewohnerinnen eigene Wege gehen und sie ihren Job verloren hat, muss sie sich neu orientieren und hofft, in der alten Heimat zur Ruhe zu kommen. Doch das klappt einfach nicht, da ihre Eltern Hilfe brauchen und, ganz unerwartet, ein Mann ihr Herz höherschlagen lässt. Ein Glück, dass sie sich auf ihre beiden Freundinnen Nina und Stella verlassen kann!

apfelblütenzauber#

„Sonnige Unterhaltung, die Herz und Seele wärmt“, heißt es direkt noch auf dem Buchrücken des kleinen Taschenbuchs von Engelmann, der Frau, die bekannt ist für herzerwärmende, rührende Romane. Ich kannte sie vorher nicht, und bin auch mit diesem Buch bitter enttäuscht worden. Aus der sonnigen Unterhaltung ist ein langatmiges, wenig spannungsgeladenes Buch geworden, wo die Atmosphäre genauso gepasst hat wie zu einem tristen Tag, der ab und an mit Schauern voller Gefühle überrascht, denn alle Figuren sind beispielslos beschrieben worden, Leonie, Nina und Stella – drei Frauen, um die 40 Jahre herum, stehen mehr oder weniger mit beiden Beinen im Leben und wissen genau, was sie wollen und was nicht.
Innerhalb der ersten Seiten stellt nur schon – als hätte man es geahnt, heraus: So heile ist die Welt nicht, wie sie luftig, zuckergleich beschrieben wird von Engelmann. Die Villa, in der die Mädels derzeit wohnen, soll verkauft werden. Stellas Mann zieht es in seine alte Gegend zurück, Stella steht schon bald einer Entscheidung gegenüber, Nina dagegen macht es sich mit Alexander extrem schwer, weil sie sich weigert eine emotionale Bindung noch intensiver werden zu lassen und Leonie entdeckt – oh Wunder, ihren alten Chef und die Gefühle zu ihm wieder, aber ob das alles gut geht?
Dass es sich alles zu spitzt, war klar. Als dann Leonies Eltern noch Hilfe auf dem Hof brauchen, ihre Mutter zu einer Weltreise aufbricht, um noch etwas aus ihrem tristen Leben auf dem Alten Land zu machen, wird Leonies Vater allein nicht fertig mit den Gästen auf ihrem Hof. Leonie springt ein, hilft wo sie kann, nur ein Gast, eine Krimiautorin, macht es ihr besonders schwer, auf ihren Vater aufzupassen. Elsa Martin. Sie flirtet mit ihrem Vater. Zufällig eröffnet auch noch ein neuer Laden ganz in der Nähe vom Sitz ihrer Eltern, sodass Leonie natürlich noch Markus Brandtner über den Weg lief und augenscheinlich macht seine Nähe ihr auch noch zu schaffen. Das Chaos ist perfekt.
Die Lösung dagegen simpel.
Alles in allem ist es ein netter Schmöker, der nur gelesen werden kann, wenn man keine Erwartungen hat, nichts gegen eine ruhige Atmosphäre und viel Gefühl einzuwenden hat. Etwas intensionsartiges, etwas, dass man nach dem Lesen über dieses Buch sagen kann, bleibt leider offen. Schade.

Hier geht’s zum Verlagslink: http://www.droemer-knaur.de/buch/7964931/apfelbluetenzauber

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