Cornelia und Dominik Franke – Tougard – Seelenseher #1

„Tougard Seelenseher“ ist der Auftakt einer großen Fantasy Trilogie, die jeden Fantasyliebhaber und Neuling in seinen eigenen Bann ziehen wird. Ein eigenes Reich hat sich das Ehepaar Franke hier erschaffen. Tougard ist eine andere Welt, eine Paralleldimension, bei der knapp ein Jahr vergehen kann, wohingegen auf der Erde nur ein Tag vergangen ist. Diese andere Welt wird gefüllt mit unzähligen Figuren, die besondere Gaben haben, der eine mehr der andere weniger. Geschult wird jeder zu seinem Besten von Protektoren, die wie deren Namen bereits sagen, sogenannte Schutzbeauftragte sind. Der gegensätzliche Teil zu Tougard ist Emrond. Dorthin gelangt ein jeder, der nicht guten Willens ist, des negativen Sogs zu sehr angetan.

tougard seelenseher

Charlie ist einer der unzähligen Figuren, er „fluppte“ nach Tougard urplötzlich, ohne, dass er damit gerechnet hat, noch während er sogar im Zimmer seiner besten Freundin war und ihr bei ihren Hausaufgaben helfen wollte. Ann dagegen sucht ihn vergeblich und ahnungslos. Währenddessen landet Charlie in Tougard, ist selbst noch unentschlossen gegenüber seiner eigenen Gabe, dem Heilen. Er soll Heiler sein? Das kann er sich beim besten Willen einfach nicht vorstellen. Über sich selbst enttäuscht und gefrustet, sehnt er sich wieder nach Hause. Trotzdem brodelt in ihm der Wille, in Tougard zu bleiben, da er hier endlich Freunde gefunden hat. Daisuke beispielsweise, oder Becca. Das Trio wird im Laufe des Buches übrigens noch einige Gefahren zusammen meistern und erinnert ein wenig daran, dass kaum ein Fantasybuch ohne ein unzertrennlich, emotional schönes, freundschaftliches Trio auskommen kann. Charlie war sonst in seiner Welt immer ein Außenseiter, ebenso wie Ann, seine beste Freundin, er hatte immer Probleme damit, Freundschaften zu schließen, wurde oft ausgenutzt und schloss sich sehr oft in seiner Trauer darüber ein. In Tougard soll sich nun alles ändern, ein Grund mehr, zu bleiben. Eigentlich. Wäre da nicht Ann, nach der er sich so sehr sehnt, dass er sie sogar mit nach Tougard reißt.
Als Ann schließlich auch Teilhaberin einer Gabe ist, darf sie bleiben. Jetzt hätte alles glücklich und schön sein können, aber wie es vorauszusehen war: Nein. Aufgrund der Freundschaft entwickelte sich Liebe seitens Charlie für Ann. Sie ist für ihn immer schon das Größte gewesen, nun fand sie nur so schnell so viele Freunde, dass sie ihm kaum noch Beachtung schenkt. Schade für Charlie. Er ist traurig, kann sich nur schwer damit anfreunden, ständig links liegen gelassen zu werden. Erst als Ann entführt wird, wacht er auf und beginnt, um sie zu kämpfen, sie zu suchen, um ihr am Ende noch all das sagen zu können, wovor er vorher so viel Angst hatte. Charlie fasst seinen Mut zusammen und beschließt auch mithilfe von Becca und Daisuke und anderen die entführten Mädchen, und allen voran Ann, zu finden. In Emrond sollten sie fündig werden, hieß es…
Einige Zeit vor der Entführung jedoch bekommt Charlie durch einen Zufall eine Prophezeiung mit: Ein Seelenseher soll die Mechanikerin zu Tode bringen, indem er sie selbst für sich beansprucht. Anns Gabe ist die Mechanik, sie ist die Mechanikerin.
Das ist ein ganz großes Abenteuer, in dem die Jugendlichen sich hier befinden. Der Weg bis nach Emrond ist wirklich erschwerend und wimmelt nur so vor lauter Gefahren. Schade nur, dass es sich etwas zu zäh liest. An einigen Stellen waren es die Rechtschreibfehler, an anderen wiederum hätte ich mir mehr Beschreibung, mehr Außergewöhnliches noch gewünscht, vielleicht auch sprechende Dinge, etwas, dass die ganze Welt um Tougard herum noch wundersamer macht, als sie eh schon ist.
Dafür aber waren die Figuren super gezeichnet und beschrieben, ihre Dialoge stimmten so überein zusammen, dass man sich ein tolles Bild von jedem der beteiligten Sucher machen konnte. Becca ist eine sehr warmherzige Person beispielsweise, ich konnte mich mit ihr sehr gut identifizieren, wohin gegen Ann sehr jugenhafte Züge an sich hatte, sei es vom Auftreten her oder von ihrer Art, zu sein. Sie hat in einigen Situationen ein sehr bauernhaftes Auftreten, das zum Schmunzeln schon beitrug. Alles in allem ist es ein Auftakt einer guten Trilogie, die man weiterverfolgen muss, in der Hoffnung auf alle Fragen bald auch eine Antwort zu kennen in dieser wundersamen Welt. Warten wir einmal ab, auf was für Abenteuer Charlie und Ann sich letztendlich noch einlassen werden, womöglich werden beide noch Protektoren? Oder einer von beiden? ES bleibt spannend.

Hier geht’s zum Verlagslink: http://www.papierverzierer.de/tougard—seelenseher.html

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