Caroline G. Brinkmann – Kobrin – Die schwarzen Türme #1

Bei einem Waldspaziergang entstand ihre Geschichte, zumindest die Idee. Während ihres Studiums fing sie an sie aufzuschreiben und so entstand der erste Teil ihrer Trilogie um Kobrin, eine junge Elfe, die das Schicksal ihrer Welt und das vieler angrenzender Reiche in ihren Händen bzw. um ihren Hals trägt. „Kobrin – Die schwarzen Türme“ ist dabei der erste Teil.
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Gleich zu Beginn wird man in die Welt der kleinen Elfe entführt, entdeckt hier und da zahlreiche liebevoll erzählte Details, die die eigene Phantasie nur so herausforderten und neugierig auf mehr machten, sodass der Lesefluss gleich zu Beginn gegeben war. Man lernt ihre Umgebung kennen. Beispielsweise wäre hier ihre Tante: Mandalena, die sie großgezogen hat nach dem Tod ihrer Eltern und deren Schwester Aurelina mit ihren zwei Kindern Luno und Lani, die vorübergehend bei Mandalena eingezogen sind. Kobrin ist eine unscheinbare, kleine 14-jährige Elfe, die versucht sich in einer magievollen Welt zurechtzufinden. Derzeit ist sie blind für Magie, kriegt nicht einen einzigen Basiszauber zustande und fühlt selbst die Magie nicht einmal. Das macht sie unsagbar traurig und begleitet sie im gesamten Verlauf der Geschichte. Schon bald aber entdeckt sie ihr Talent. Sie spricht mit ihrem Frosch: „Wessel“. Wessel ist ihr treuer, steter Begleiter in all den schwierigen Situationen, die ihr zustoßen und in die sie sich auch zu gern voller Unachtsamkeit hineinmanövriert. Für andere ist es in Quaken, was man hört, für Kobrin aber sind es Worte. Kobrin ist das auserwählte Waldkind, was ganz Immerblau, ihre Heimat, und ihre Welt retten kann vor dem Bösen.
Eine alte Kräuterhexe prophezeit ihr das Schicksal und überreicht ihr ein Säckchen. Erst will unsere Elfe es nicht wahrhaben, erkennt jedoch immer mehr, dass es eine Verbindung zwischen ihr und dem Säckchen gibt. Nach der Begegnung allerdings überschlagen sich die Ereignisse immer mehr, Kobrin, Mandalena und Aurelina mit den Zwillingen müssen flüchten zu Olivia, der Großmutter bei den Fischseen. Bereits in der ersten Nacht werden sie überfallen, mit Feuer überrascht, Mandalena stirbt und Kobrin ist auf sich allein gestellt und auf der Suche letztlich nach Aurelina und den Zwillingen. Das ist ihr Hauptziel. Dass sie in dieser Phase auch noch für das Schicksal vieler anderer Waldbewohner und Elfen und allen guten Wesen im Grunde genommen verantwortlich sein soll, ist für sie ein Unding. Etwas, das sie sich nicht erklären kann, warum, und etwas, was sie als nebensächlich ansieht. Für ihre 14 Jahre ist das durchaus nachvollziehbar.
Man kann sich gut in ihre Gedanken hineinversetzen, ebenso in die des anderen Blickwinkels, der sich mit ihrer Sichtweise gern abwechselt: Daidalor. Er ist ein Zauberer, eines anderen Volkes und möchte auch so viel wie möglich über die Brände und den Gegner seines Volkes herausfinden. Der Gegner sind die Nox. Schattenmenschen. Nach und nach begreift auch Kobrin dass es sie waren, die sie bei ihrer Großmutter überfallen und Aurelina und die Zwillinge verschleppt haben, wenn sie nicht sogar schon tot sind. Daidalor schmuggelt sich unter die Nox und gibt sich als Boca aus.
Um nicht mehr zu verraten, bleibt so viel jedenfalls zu sagen: Es ist ein gelungener Auftakt einer Trilogie. Der Schreibstil ist flüssig, sehr bechreibend und einladend. Nicht zu viel, und nicht zu wenig. Die Dialoge sind sehr passend von allen Charakteren und bei all den verschiedenen Sichtweisen weiß man doch immer, von wem gerade die Rede ist. Man fühlt und fiebert mit. Gerade bei Kobrin. Eine kleine, wenn auch schwache Entwicklung nimmt man bei ihr wahr. Doch die Hauptfragen: Wo sind die Zwillinge, wo Aurelina? Wer und wo ist der Auserwählte – und noch mehr Fragen bleiben leider offen. Nicht eines der sich in der Geschichte anbahnenden Handlungsstränge sind richtig gelöst und lassen Luft für mehr – für noch einen Teil.
Ich bin gespannt! Und ihr so?

Hier geht’s zum Verlagslink: http://papierverzierer.de/kobrin—die-schwarzen-tuerme.html

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